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Pizol, 2844 m
Bergstation Pizolbahnen - Wildseeluggen - Pizolsattel - Westflanke 
Hanspeter Willi (Tourengänger)
Hanspeter Willi
20.09.2010, 12:09
2401 mal angezeigt
Bergstation Pizolbahnen - Wildseeluggen - Pizolsattel - Westflanke
Alpine Wanderung
1175 Vättis
618 m
2.5 Stunden
46:57:33:N | 9:23:12:E 748250 | 202725 (Schweiz)
Der Pizol lässt sich auf einigen durch wunderschöne Landschaftsbilder geprägten Aufstiegen erreichen. Diese Routen sind zwar länger, mühsamer und anstrengender als der von den meisten Besteigern praktizierte 'Bähnli-Tourismus'. Sie entlöhnen jedoch durch ein tiefgehendes Bergerlebnis in einer wenig berührten und meist noch stillen Natur, das sich mit keiner Bahn und keinem Geld der Welt erkaufen lässt.
Da aber jeder schliesslich für sich selber entscheiden muss, wie er seine Befriedigung am Berg findet und was er sich dabei antun will, nachfolgend auch eine Beschreibung des sogenannten 'Normalwegs'. Allerdings bewusst etwas sarkastisch eingefärbt.
Nach Bezahlung des Obolus in Form harter Fränkli oder Euro lässt man sich mit geringster körperlicher Betätigung ab Wangs oder Bad Ragaz so hoch wie möglich transportieren. Dies ist seit 2008 wieder eine Bergstation im Bereich der Pizolhütte. Und wenn man es dabei klug anstellt, lässt sich dank spürbarer Verringerung des Geldbörseninhalts erst noch Gewicht für den ab Bergstation zu bewältigenden Fussaufstieg sparen - der Körper wird es danken, die Geldbörse weniger.
Schwierigkeit: T0, Bähnli - für Gruppen mit Kindern, Ältere und andere Berggänger, die es halt brauchen.
Anschliessend reiht man sich in die unsägliche Kolonne ein, die im Stile menschlicher Lemminge die Fünf Seen-Wanderung bewältigt. In dieser Kolonne trottet man bis zur Wildseeluggen mit.
Schwierigkeit: T2, Wanderweg, markiert, Überholen manchmal unmöglich.
Mehrheitlich froh darüber, endlich aus diesem lästigen und lärmigen Trubel ausscheeren zu können, folgt man ab Wildseeluggen einem leicht abfallenden Pfad in der Ostseite des Wildsees, um anschliessend wieder ansteigend das Geröll im Vorfeld des Pizolgletschers zu bewältigen.
Schwierigkeit: T2, Pfadspur, Wegweiser, rote Markierungspunkte und blauweisse Markierungen, Verirren auch für bergungewohntes Volk eigentlich nicht möglich.
Über die kläglichen Reste des in den letzten Jahren arg geschrumpften Gletschers steigt man zum Pizolsattel auf.
Einige Worte zum Zustand des Pizolgletschers im Jahre 2010:
Der Gletscher hat stark an Masse verloren und dürfte im Laufe der nächsten 20 Jahre gänzlich verschwinden. Er beginnt auf etwa 2770 Meter kurz unterhalb des Pizolsattels, endet auf etwa 2600 Meter Höhe und ist zur Zeit spaltenlos. Er nimmt im obersten Drittel an Steilheit zu. Im Mittelteil ist stellenweise bereits der Untergrund sichtbar. Der Gletscher lässt sich im Bereich der Zunge an jeder beliebigen Stelle betreten, auch der Ausstieg zum Pizolsattel verursacht keine Probleme.
Schwierigkeit: T4, kleiner Gletscher.
Es ist alternativ auch möglich, im unteren Teil dem Eis ostseitig über kräfteraubendes Geröll auszuweichen.
Schwierigkeit: T4, weglos, keine Markierungen.
Wegspuren und Markierungen führen nun vom Pizolsattel zum Gipfel, den man perfekt durch jede Menge Drahtseile gesichert über die Schrofen der Westflanke in kurzem Aufstieg erreicht.
Steinschlag ist dabei nur zu befürchten, wenn sich durch die Bahnnähe auf diesem Gipfel durchaus zu erwartendes Volk gerade am Südgrat versucht.
Schwierigkeit: T3, Pfad, Drahtseile, rotweisse Markierungen.
Da aber jeder schliesslich für sich selber entscheiden muss, wie er seine Befriedigung am Berg findet und was er sich dabei antun will, nachfolgend auch eine Beschreibung des sogenannten 'Normalwegs'. Allerdings bewusst etwas sarkastisch eingefärbt.
Nach Bezahlung des Obolus in Form harter Fränkli oder Euro lässt man sich mit geringster körperlicher Betätigung ab Wangs oder Bad Ragaz so hoch wie möglich transportieren. Dies ist seit 2008 wieder eine Bergstation im Bereich der Pizolhütte. Und wenn man es dabei klug anstellt, lässt sich dank spürbarer Verringerung des Geldbörseninhalts erst noch Gewicht für den ab Bergstation zu bewältigenden Fussaufstieg sparen - der Körper wird es danken, die Geldbörse weniger.
Schwierigkeit: T0, Bähnli - für Gruppen mit Kindern, Ältere und andere Berggänger, die es halt brauchen.
Anschliessend reiht man sich in die unsägliche Kolonne ein, die im Stile menschlicher Lemminge die Fünf Seen-Wanderung bewältigt. In dieser Kolonne trottet man bis zur Wildseeluggen mit.
Schwierigkeit: T2, Wanderweg, markiert, Überholen manchmal unmöglich.
Mehrheitlich froh darüber, endlich aus diesem lästigen und lärmigen Trubel ausscheeren zu können, folgt man ab Wildseeluggen einem leicht abfallenden Pfad in der Ostseite des Wildsees, um anschliessend wieder ansteigend das Geröll im Vorfeld des Pizolgletschers zu bewältigen.
Schwierigkeit: T2, Pfadspur, Wegweiser, rote Markierungspunkte und blauweisse Markierungen, Verirren auch für bergungewohntes Volk eigentlich nicht möglich.
Über die kläglichen Reste des in den letzten Jahren arg geschrumpften Gletschers steigt man zum Pizolsattel auf.
Einige Worte zum Zustand des Pizolgletschers im Jahre 2010:
Der Gletscher hat stark an Masse verloren und dürfte im Laufe der nächsten 20 Jahre gänzlich verschwinden. Er beginnt auf etwa 2770 Meter kurz unterhalb des Pizolsattels, endet auf etwa 2600 Meter Höhe und ist zur Zeit spaltenlos. Er nimmt im obersten Drittel an Steilheit zu. Im Mittelteil ist stellenweise bereits der Untergrund sichtbar. Der Gletscher lässt sich im Bereich der Zunge an jeder beliebigen Stelle betreten, auch der Ausstieg zum Pizolsattel verursacht keine Probleme.
Schwierigkeit: T4, kleiner Gletscher.
Es ist alternativ auch möglich, im unteren Teil dem Eis ostseitig über kräfteraubendes Geröll auszuweichen.
Schwierigkeit: T4, weglos, keine Markierungen.
Wegspuren und Markierungen führen nun vom Pizolsattel zum Gipfel, den man perfekt durch jede Menge Drahtseile gesichert über die Schrofen der Westflanke in kurzem Aufstieg erreicht.
Steinschlag ist dabei nur zu befürchten, wenn sich durch die Bahnnähe auf diesem Gipfel durchaus zu erwartendes Volk gerade am Südgrat versucht.
Schwierigkeit: T3, Pfad, Drahtseile, rotweisse Markierungen.
Die Route führt im Normalfall über ein aktuell spaltenloses Gletscherchen mit gegen oben zunehmender Steilheit. Ab Hochsommer ist Auftreten von Blankeis durchaus möglich. Für Gletscherbegeher gehören deshalb auch am Pizol Steigeisen in den Rucksack - und an die Schuhe, wenn es die Situation bei Eis oder Hartschnee erfordert.
Weitere Gletscherausrüstung (Seil, Anseilgürtel, usw.) wird hingegen bei Auf- oder Abstieg nicht benötigt.
Bei erschwerten Verhältnissen wie Nässe, schattseitig gefrorenem Boden, Schneelage oder Vereisung - was gerne, aber nicht ausschliesslich im Frühsommer oder Herbst auftritt - passt der vernünftige Berggänger sein Verhalten am Berg den aktuell herrschenden Verhältnissen an.
Weitere Gletscherausrüstung (Seil, Anseilgürtel, usw.) wird hingegen bei Auf- oder Abstieg nicht benötigt.
Bei erschwerten Verhältnissen wie Nässe, schattseitig gefrorenem Boden, Schneelage oder Vereisung - was gerne, aber nicht ausschliesslich im Frühsommer oder Herbst auftritt - passt der vernünftige Berggänger sein Verhalten am Berg den aktuell herrschenden Verhältnissen an.
Keine ÖV-Haltestellen hinterlegt
7-Tages Vorhersage für Pizol (Quelle: meteoblue.com)
Ähnliche Gipfelbuch-Einträge (vor Sommer 2010):

