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TourenFührer - Gipfel

Liskamm West / Lyskamm Occidentale, 4479 m.ü.M.

Sputnik (Tourengänger)
steffen*, und weg..., Sputnik
02.09.2011, 17:46
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Liskamm West / Lyskamm Occidentale, 4479 m.ü.M.
CH - Walliser Alpen
LKS 1:25000 Zermatt (Nr.1348) und 1:50000 Gressoney (Nr.294)
45:55:35:N | 7:49:23:E     629840 | 86166 (Schweiz)
Der Liskamm / Lyskamm ist ein mächtiger Eisberg auf der Grenze zwischen dem Schweizer Kanton Wallis und der Italienischen Region Valle d'Aosta. Der fünf Kilometer lange Grenzkamm besteht aus einem 4527m hohen Ostgipfel (Liskamm Ost / Lyskamm Orientale) und einem 4479m hohen Westgipfel (Liskamm West / Lyskamm Occidentale). Beide Gipfel sind 1km voneinander durch den Sattel P.4417m getrennt und gelten nach UIAA als zwei eigenständige 4000er. Die Erstbesteigung des Westgipfel gelang am 19.8.1861 durch William E. Hall mit 13 Begleiter. Die erste Überschreitung zum Ostgipfel wurde 1864 durch Leslie Stephen, Edward Buxton, Jakob Anderegg und Franz Biener unternommen.

Im Norden fällt der Liskamm bis zu einem Kilometer Höhe in einer Eiswand zum Grenzgletscher ab und bietet das Schaustück vom Gornergrat oberhalb Zermatt. Südseitig fällt der Liskamm über Felswände zum Ghiacciaio del Lys ab wobei die Schneedomspitze (4272m) auf dem Il Naso Grat dem Ostgipfel vorgelagert ist. Im Osten endet der Liskamm im Gletscherpass Lisjoch (4151m), im Westen im Felikjoch (4063m). Von beiden Pässen führen die Normalwege auf die beiden Gipfel, vom Lisjoch über den Ostgrat zum Ostgipfel (ZS-; Firn bis 45°) und vom Felikjoch über den Westgrat zum Westgipfel (WS+; Firn bis 40°). Der Übergang vom West zum Ostgipfel ist sehr ausgesetzt, wie der Ostgrat oft stark verwechtet und weist wenige Kletterstellen (Fels II) auf, die Schwierigkeit ist ZS. Wegen den hohen Unfallzahlen durch Wechtenbrüche hat der Liskamm leider auch den Beinamen "Menschenfresser" bekommen. Weitere Routen sind der Südgrat (Cresta Sella) zum Ostgipfel von der Schneedomspitze (WS+; Fels II), Ostgipfel Nordwand (Klucker Rippe) mit Kletterstellen bis III und Eis bis 50° mit dem Schwierigkeitsgrad S+. Die schwierigste Route (SS) ist die 1000m hohe Nordwand zum Westgipfel mit Steileis und kombinierten Gelände.
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