TourenFührer - Gipfel
Pizol, 2844 m.ü.M.
Hanspeter Willi (Tourengänger)
Hanspeter Willi, Sputnik
28.09.2011, 13:37
22667 mal angezeigt
Pizol, 2844 m.ü.M.
CH - Glarus - St. Gallen
1175 Vättis
46:57:33:N | 9:23:12:E 748250 | 202725 (Schweiz)
Der 2844,0m hohe Pizol ist der höchste Gipfel welcher vollständig im Kanton Sankt Gallen liegt. Südliches Ende und gleichzeitig höchster Punkt der Grauen Hörner. Diese bilden einen von Nord nach Süd an Höhe zunehmenden Gipfelkamm vom Hochwart über die Lavtinahörner zum Pizol. Im Westen begrenzt das Gilbiplateau die Kette, im Osten ist der kleine, in den letzten Jahren stark geschwundene Pizolgletscher eingelagert.
Der Pizol selber ist ein massiger, etwas plumper Blockgipfel mit zwei durch eine kleine Scharte getrennten Gipfelpunkten. Der höhere Südgipfel trägt ein kleines Gipfelkreuz mit Gipfelbuch, der nur wenig niedrigere Nordgipfel einen kleinen Steinmann.
Erstbesteigung:
Der Pizol wurde ersmals am 15.8.1864 durch Emil Frey-Gessner bestiegen.
Aufbau:
Brüchige, steile, mit Ausnahme der Westflanke kaum begangene, aus Schutt und Fels aufgebaute Flanken.
Kurzer Südgrat zum Pizolsattel, dient vor allem im Winter als Aufstiegsalternative zum Normalweg durch die Westflanke.
Kurzer, hoher Nordgrat zum durch eine Rinne vom Nordgipfel des Pizols abgetrennten 12. Lavtinahorn.
Gestein:
Verrucano
Normalweg zum Gipfel:
Vom Pizolsattel durch die Westflanke
Panorama:
Höchster Gipfel der näheren Umgebung, deshalb besonders umfassende Ausblicke von der Wildspitze im Osten bis zum Dom im Westen, von Ortler und Bernina im Süden bis zu den Höhen des Juras im Norden.
Besonders erwähnenswert ist der Blick über das wilde Zanaihorn hinweg auf den Calanda und die dahinter aufragenden, unzähligen Bündner Gipfel mit ihrem Höhepunkt Piz Bernina.
Namensgebung:
Das romanische 'ol', respektive surselvische 'aul' bedeutet 'hoch', Pizol bedeutet demzufolge 'hohe Spitze'.
spezielle Hinweise:
Dieser Gipfel liegt an der Grenze zum wildreichen Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner.
Mit dem Beginn des Einwinterns muss aus Rücksicht auf die hier überwinternden Tierbestände bis zum Zeitpunkt der Schneeschmelze im Frühling jegliche Tourenaktivität aus Richtung des Weisstannentals her unterbleiben. Auch in der restlichen Jahreszeit sollte es eigentlich selbstverständlich sein, sich am Berg derart zu verhalten, dass die Tierwelt möglichst wenig gestört wird.
Einige kritische Bemerkungen zum Thema Pizolbahnen:
Infolge der raschen Erreichbarkeit von den Bergstationen der Pizolbahnen her wird bei schönem Wetter in diesem Gebiet vor allem der Pizol von Volk aller Art regelrecht überrannt. Zwar ist die Situation nicht ganz so schlimm wie im Bereich der zu Recht berüchtigten Fünf Seen-Wanderung, jeden echten Bergfreund packt aber rasch einmal das kalte Grausen ob des Treibens. Richtig geniessen lässt sich dieser Gipfel eigentlich nur noch zu Randzeiten, sei es frühmorgens oder spätabends, bei Schlechtwetter oder aber im Frühsommer oder Spätherbst unter der Woche.
2007 entstand für kurze Zeit die berechtigte Hoffnung, dass der Betrieb der maroden Pizolbahnen endlich endgültig eingestellt werden möge. Und dass damit nach unsäglichen Jahren des Trubels wieder die für Natur und Berggänger ersehnte Ruhe im Bereich der Seenplatte und des Pizols eintreten würde. Diese Hoffnung wurde leider durch sogenannte 'Investoren', die sich mit staatlicher Unterstützung mehr und mehr auch in der Touristikbranche breit machen, im Keime erstickt. Und da die investierten Gelder ja Gewinn abwerfen müssen, dürfen wir gespannt sein, was ab 2008 auf dieses eigentlich so herrliche Stück Natur noch alles zukommen mag.
Der Pizol selber ist ein massiger, etwas plumper Blockgipfel mit zwei durch eine kleine Scharte getrennten Gipfelpunkten. Der höhere Südgipfel trägt ein kleines Gipfelkreuz mit Gipfelbuch, der nur wenig niedrigere Nordgipfel einen kleinen Steinmann.
Erstbesteigung:
Der Pizol wurde ersmals am 15.8.1864 durch Emil Frey-Gessner bestiegen.
Aufbau:
Brüchige, steile, mit Ausnahme der Westflanke kaum begangene, aus Schutt und Fels aufgebaute Flanken.
Kurzer Südgrat zum Pizolsattel, dient vor allem im Winter als Aufstiegsalternative zum Normalweg durch die Westflanke.
Kurzer, hoher Nordgrat zum durch eine Rinne vom Nordgipfel des Pizols abgetrennten 12. Lavtinahorn.
Gestein:
Verrucano
Normalweg zum Gipfel:
Vom Pizolsattel durch die Westflanke
Panorama:
Höchster Gipfel der näheren Umgebung, deshalb besonders umfassende Ausblicke von der Wildspitze im Osten bis zum Dom im Westen, von Ortler und Bernina im Süden bis zu den Höhen des Juras im Norden.
Besonders erwähnenswert ist der Blick über das wilde Zanaihorn hinweg auf den Calanda und die dahinter aufragenden, unzähligen Bündner Gipfel mit ihrem Höhepunkt Piz Bernina.
Namensgebung:
Das romanische 'ol', respektive surselvische 'aul' bedeutet 'hoch', Pizol bedeutet demzufolge 'hohe Spitze'.
spezielle Hinweise:
Dieser Gipfel liegt an der Grenze zum wildreichen Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner.
Mit dem Beginn des Einwinterns muss aus Rücksicht auf die hier überwinternden Tierbestände bis zum Zeitpunkt der Schneeschmelze im Frühling jegliche Tourenaktivität aus Richtung des Weisstannentals her unterbleiben. Auch in der restlichen Jahreszeit sollte es eigentlich selbstverständlich sein, sich am Berg derart zu verhalten, dass die Tierwelt möglichst wenig gestört wird.
Einige kritische Bemerkungen zum Thema Pizolbahnen:
Infolge der raschen Erreichbarkeit von den Bergstationen der Pizolbahnen her wird bei schönem Wetter in diesem Gebiet vor allem der Pizol von Volk aller Art regelrecht überrannt. Zwar ist die Situation nicht ganz so schlimm wie im Bereich der zu Recht berüchtigten Fünf Seen-Wanderung, jeden echten Bergfreund packt aber rasch einmal das kalte Grausen ob des Treibens. Richtig geniessen lässt sich dieser Gipfel eigentlich nur noch zu Randzeiten, sei es frühmorgens oder spätabends, bei Schlechtwetter oder aber im Frühsommer oder Spätherbst unter der Woche.
2007 entstand für kurze Zeit die berechtigte Hoffnung, dass der Betrieb der maroden Pizolbahnen endlich endgültig eingestellt werden möge. Und dass damit nach unsäglichen Jahren des Trubels wieder die für Natur und Berggänger ersehnte Ruhe im Bereich der Seenplatte und des Pizols eintreten würde. Diese Hoffnung wurde leider durch sogenannte 'Investoren', die sich mit staatlicher Unterstützung mehr und mehr auch in der Touristikbranche breit machen, im Keime erstickt. Und da die investierten Gelder ja Gewinn abwerfen müssen, dürfen wir gespannt sein, was ab 2008 auf dieses eigentlich so herrliche Stück Natur noch alles zukommen mag.

