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Gipfelbuch - Details

Jungfrau, 4158 m.ü.M.

Irma (Tourengängerin)
20.07.2010, 13:09
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Detail


Gipfelinformationen

CH - Waadt/Freib./Berner Alpen
Google Karten anzeigen map.geo.admin.ch Karten anzeigen
640187 | 154103 (Schweiz)
46:32:13:N | 7:57:45:E
Finsteraarhorn 1:25000

Routeninformationen
[Tourenführer-Version vom: 22.07.2010, 16:44]

Rotbrättgrat (Berg-/Hochtour (Sommer) Berg-/Hochtour (Sommer))
Nach der Hütte den Steinmännchen entlang zuerst über losen Fels zum ersten Schneefeld und über das erste Schneefeld hinauf. Danach über die Felsen in einem Rechtsbogen zum zweiten Schneefeld. Je nachdem geht es dann rechts des zweiten Schneefeldes über die Felsen (gemäss SAC-Führer) oder direkt über das zweite Schneefeld. Steigt man über das Schneefeld, kann danach nach rechts oben zu der ursprünglichen Route oberhalb der Kette geklettert werden. Danach ein paar Meter nach rechts oben weiterklettern. Es folgt ein Band welches nach rechts (leicht absteigend) gequert wird bis zu einem Riss (ca. 40m lang). Dieser befindet sich etwa 15m vor der Felsnase. Danach dem Grat folgen oder bei Vereisung kann man auch über die linke (Ost) Flanke bis zum Fellenbergflieli gehen (überhängende Passage - ca. 6m). Der Aufstieg beim Fellenbergflieli am Fixseil ist anstrengend (Klimmzugtraining von Vorteil). Der Felsgrat geht in Firn über steil hinauf aufs Goldenhorn. Hier kann im Schnee oder bei Blankeis auf den Felsen hochgeklettert werden. Der Übergang vom Goldenhorn aufs Silberhorn geht über einen Schneegrat und dann die Schneeflanke hinauf. Nach dem Silberhorn dem Grat folgen über die Silberlücke zum Hochfirn und hinauf auf die Jungfrau. [Autoren]
1500 m

Verhältnisinformationen

18.07.2010
2 Person(en)
ja
Nach dem Kälteeinbruch von Freitag/Samstag waren die Felsen unten nass und nach dem zweiten Schneefeld vereist bis zum Goldenhorn (teilweise verschneite und vereiste Stellen bis zum Hochfirn). Statt dem gemeinsamen Klettern mit Bergschuhen kletterten wir alles mit Steigeisen und sicherten wegen den anspruchsvollen und heiklen Bedingungen (Vereisung) oft von Stand zu Stand. Dank den Spuren und einer eingerichteten Abseilstelle auf der „direkten“ Variante war der Abstieg zur Jungfraubahn wieder ein Genuss.
Leider war noch eine Seilschaft vor uns :(, die früher gestartet war. Ich würde nie wieder in die Route einsteigen mit einer Seilschaft vor mir. Ich hatte noch nie im Leben soviel Angst, vom Steinschlag erschlagen zu werden und wir haben beide nur dank einem guten „Schutzengel“ überlebt. Dies hätte sich vermeiden lassen. Deshalb habe ich eine persönliche Bitte an alle Bergsteiger: Bitte nehmt Rücksicht auf andere Seilschaften. Ist es nicht befriedigender, wenn alle Seilschaften am Gipfel ankommen, anstatt sein persönliches Leistungsziel wohl erreicht zu haben, aber zusehen zu müssen, wie eine andere Seilschaft vom Heli abgeholt wird wegen eines Unfalls, den man selbst ausgelöst hat? Ist ein anderes Menschenleben denn nicht mehr wert als die eigenen Leistungsziele? Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich über dies Gedanken machen :).
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