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Gipfelbuch - Details

Piz Bernina, 4048 m.ü.M.

Peter Worbs (Tourengänger)
06.07.2010, 21:38
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Detail


Gipfelinformationen

CH - Graubünden
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789944 | 139770 (Schweiz)
46:22:56:N | 9:54:28:E
1277 Piz Bernina

Routeninformationen
[Tourenführer-Version vom: 29.07.2010, 08:39]

Biancograt (Berg-/Hochtour (Sommer) Berg-/Hochtour (Sommer))
Einer der großen Klassiker im Alpenraum. Der Biancograt ist von weitem sichtbar und wie gemacht für Bergsteiger. Am Ende des Grates setzt ein kurzer Felsgrat an, welcher auf den Piz Bernina führt. Die Route hat nur wenige schwierige Stellen, ist aber über weite Teile sehr ausgesetzt. An den schwierigen Stellen sind Bohr- oder Schlaghaken angebracht. Oft wird nur bis zur Marco e Rosa Hütte abgestiegen, es kann aber auch gleich über die Fortezza bis nach Morteratsch oder über den Piz Palü in die Diavolezza abgestiegen werden. Dies verlängert die Tour aber ungemein. Für die erste Variante ist mit etwa fünf Stunden, für die zweite mit etwa 6 Stunden ab der Marco e Rosa Hütte zu rechnen. Von der Tschiervahütte in die Fuorcla Prievlusa ZS-, 2.5h. Von der Tschiervahütte folgt man den Wegspuren und Steinmännchen über die Geröllhänge. Der Weg ist nicht immer einfach zu finden, teilweise hat es Reflektoren, was die Wegfindung sehr erleichtert. Etwa bei 789267|141343 gelangt man auf den Gletscher. Von da quert man nach rechts und steigt in Richtung Fuorcla Prievlusa auf. Der alte Weg führte direkt auf dem Firn, erst etwas rechts haltend, dann am Schluss links querend in die Fuorcla. Dieser Weg ist allerdings Steinschlag gefährdet und ist nur zu empfehlen wenn man alleine am Berg ist. Ansonsten ist der neue Weg zu nehmen, welcher links durch die Felsen zur Fuorcla führt. Dazu steigt man etwa bei 789701|141090 über den Bergschrund, und quert dann auf einem Felsband links den Hang und gelangt somit zu den ersten Eisenstufen des Steigs. Von hier an immer den Sicherungsstangen entlang bis auf die Fuorcla. Man beachte auch die Hinweise und Photos in der Tschiervahütte. Über den Biancograt auf den Piz Alv ZS, 2.5h. Nach der Fuorcla quert man auf einem kleinen Band erst etwas nach rechts in die Tschiervaseite, dann steigt man durch ein kleines Kaminn; dann über Firn und Fels eher etwas rechts haltend bis auf den Grat. Man achte auf die Bohr- und Schlaghaken die den Weg weisen. Danach folgt man dem Grat und umgeht den letzten großen Felsturm links auf der Morteratschseite einfach über Fels und Firn. Nun gelangt man zum Fuße des Biancograts. Diesem folgt man, oft leicht auf der Tschiervaseite bis auf den Piz Alv.Über den Verbindungsgrat auf den Piz Bernina ZS, 1.5h. Man folgt dem Felsgrat in meist einfacher Kletterei in festem Fels bis auf den Gipfel. Es hat zwei Schlüsselstellen, an denen in eine Scharte abgestiegen werden muss. Bei beiden hat es Haken an welchen man sich maximal 10 Meter abseilen kann. An den schwierigen Stellen hat es Bohrhaken, ansonsten kann oft das Seil um Felszacken gelegt werden. [Autoren]
1465 m

Verhältnisinformationen

05.07.2010
3 Person(en)
ja
die Verhältnisse waren gut, bis auf eine Stelle, wo bereits etwas Blankeis durchkommt, gibt es momentan besten Trittfirn am Grat; jedoch war es bereits am morgen so warm, dass der Firn am Gletscher zur Fuorcla Prievlusa ziemlich weich und naß war; bereits am Morgen deutlich hörbare Firn- und Steinlawinen beobachtet; es ist zu warm!

am Biancograt leider keine Sicht, bis zum Piz Bianco bewölkt, ab da dann schönstes Wetter;

der Klettergrat zum Piz Bernina ist kompakt und die schwierigen Stellen schneefrei; trotzdem mit Steigeisen geklettert; ausgesprochen schöne Kletterei! einmal muss in die Scharte abgeseilt werden; wir sind erst ab Piz Bianco mit dem Seil gesichert unterwegs gewesen;

am Spallagrat zweimal abseilen und sonst aber kein Problem;
schon am Morgen große Nassschneelawinenabgänge; die Route ist jedoch nie in einer gefährlichen Lage;
in ein oder zwei Wochen kommt sicher bald das Blankeis am Biancograt komplett zu Tage; dann muss unter Umständen dort gesichert werden;
wir sind um 10 am Gipfel gewesen; Kletterei und Biancograt haben keine wesentlichen Schwierigkeiten bereitet; den Biancograt empfand ich weit weniger spektakulär als er in der Literatur beschrieben wird; man ist auch relativ zügig oben;

wir sind nach dem Abstieg über den Spallagrat gleich direkt über die Bellavistaterrasse zum Fortezzagrat und zum Morteratschgletscher und nach Morteratsch abgestiegen; wir waren um 18 Uhr mit schmerzenden Knieen am Bahnhof Morteratsch; den sofortigen Abstieg kann ich daher nicht unbedingt empfehlen;

ansonsten eine herrliche Tour, die wohl jeder erfahrene Bergsteiger mal gemacht haben muss!
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